Zeitzone: Europa/Berlin

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 Betreff des Beitrags: Willkommenskultur 2.0
BeitragVerfasst: Samstag 28. März 2015, 01:18 

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Hallo,

viele Greifswalder/Innen fragen sich vielleicht gerade, wie ihr Beitrag zu einer Willkommenskultur in Greifswald aussehen könnte. Ein großes Problem der Menschen, die zu uns kommen, ist dass sie nicht oder nur über relativ teuren Mobilfunk Zugang zum Internet bekommen können. Welches Telekommunikationsunternehmen macht schon Verträge mit Leuten ohne Bankkonto? Da wäre es natürlich toll, wenn man einfach und ohne Haftungsrisiko den Mitmenschen einen Zugang zu digitaler Infrastruktur (wie zum Beispiel dem Internet) und damit die Möglichkeit zur Teilhabe an der Informationsgesellschaft (sind wir doch, oder?) ermöglichen könnte. Aber wie soll das bitte gehen? Zum Beispiel mit Freifunk.

Seit Mitte 2014 gibt es in Greifswald nun schon eine Freifunk-Initiative. Unser Ziel ist es, dass es in Greifswald mehr wirklich kostenloses WLAN und damit mehr bedingungslosen Zugang zu Computernetzwerken, wie zB. dem Internet gibt. An einigen Orten ist es sogar schon benutzbar.

Viele der Geflüchteten kommen auf uns zu und fragen uns nach Unterstützung beim Internetzugang. Wir erklären ihnen dann, dass wir nicht die Telekom o.ä. sind, sondern eben Freifunker/Innen, wir beraten sie beim Kauf geeigneter Hardware, helfen Ihnen bei der Konfiguration ihres WLAN-Routers, und danach heißt es oft: warten. Warten, bis irgend jemand in der Nachbarschaft auch einen Freifunkrouter in Betrieb nimmt und ihn ans Internet (bzw per vpn-tunnel an unser Gateway) anschließt. Und das kann dauern. Aber es ist imho der einzige Weg, wie eine Internetverbindung zu den Geflüchteten kommen kann und wo gleichzeitig die Hilfsbereiten vor Abmahnungen sicher sind: über das Meshnetzwerk von Freifunkrouter zu Freifunkrouter.

Nur ganz selten gelingt es uns leider, in der Nähe Leute mit Internetanschluss zu finden, die einen Teil ihrer Bandbreite für Freifunk zur Verfügung stellen würden. Wir haben einfach zu wenig Zeit, um überall zu klingeln und zu hoffen, dass zufällig jemand da ist. Deshalb meine dringende Bitte: Falls Sie sowieso nicht wissen, wohin mit all der Bandbreite (Freifunk nimmt per vpn-tunnel maximal 10 Mbit/s in Anspruch und es sind auch sehr viel kleinere Bandbreiten einstellbar) nehmen sie einfach mal unverbindlich Kontakt zu uns auf (@freifunk_hgw, info@greifswald.freifunk.net, in-real-life: Dienstags 19 Uhr Initiativenbüro, Lange Straße 60) und wir schauen, ob wir gemeinsam ein paar Leuten in einer echt schwierigen Lage zu ein wenig mehr Teilhabe verhelfen können.

lg lrnzo

_________________
ich freifunke also bin ich.


Freitag 27. März 2015, 23:06
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