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 Betreff des Beitrags: Eure Weltanschauung?
BeitragVerfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 23:39 

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Mich interessiert mal, was der Querschnitt der Studentenschaft für ein Weltbild hat.
Ich frage mich:
Wer hält vermitteltes, gelehrtes Wissen für die objektive Wahrweit - und wer sieht Wissen und Bildung als Ware, die auch durch kommerzielle Interessen gesteuert wird?
Für wen sind die Medien eine Informationsquelle - und für wen sind sie ein Werkzeug zur Lenkung der öffentlichen Wahrnehmung bzw. gezielten Beeinflussung?
Wer glaubt an Demokratie - und wer glaubt daran, dass die Welt (einschl. Politik) alleinig durch Geld gesteuert wird?
Wer denkt, dass wir in Friedenszeiten leben (von regionalen Konfliktherden mal abgesehen) und wer denkt, dass die komplette Welt im Krieg ist (der auf ganz anderen Ebenen abläuft)?
Wer vertraut internationalen Organisationen (UNO, WHO usw.) und wer hält diese Organisationen für Werkzeuge, um gewisse Interessen durchzusetzen/ zu legitimieren?
Für wen ist Umweltschutz das zentrale Thema und wichtigste Aufgabe unserer Zeit und für wen ist Umweltschutz ein leeres Schlagwort zur Profilierung?
Wer hält Chemtrails für eine Verschwörungstheorie und wer für ein Verbrechen in bisher nicht dagewesenem Ausmaß?
Wer glaubt, dass dank medizinischer Forschung die Menschen immer älter werden und gesünder bleiben und wer hält die Schulmedizin und Pharmaindustrie für eine Art der Bevölkerungskontrolle?
Wer glaubt an Freiheit und wer spürt, dass die Abhängigkeiten der Menschen immer weiter zunehmen?
Wer denkt, dass ein Einzelner etwas bewegen kann, und wer denkt, dass alles auf der Welt genau so ist, wie irgendwelche Leute es haben wollen?
...
Ich bin mir dessen bewusst, dass das alles sehr kontrovers ist, aber ich will nicht provozieren. Mich interessieren ernsthafte Antworten, wenngleich es zugegebenermaßen nicht leicht ist, seine Weltanschauung in ein paar Sätzen zu formulieren...

Bin neugierig!
Danke!


Donnerstag 30. Juli 2009, 23:20
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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Weltanschauung?
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 00:46 
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Beiträge: 107
Ich versuch das mal kurz und knap zu beantworten, im Endeffekt kann man aber ja über Weltanschauungen extrem lange philosophieren.....das was das Wort, die Schrift hergibt ist ja meist nur ein kleiner Bruchteil dessen was man in worte fassen kann :)


1.Wissen, bzw. Fakten und Daten die als Wissen gelten, ist abhängig vom Interesse des Vermittlers, also durchaus auch kommerziell dienbar. Die Frage ist hierbei immer, ob der Vermittelnde dem Empfänger darlegt, dass das nur die halbe Wahrheit ist und der Empfänger dann selbstständig zusätzliches Wissen aneignent und kritisch mit den Ergebnissen umgeht.

2. Medien können als Informationsquelle durchaus bei der Recherche dienlich sein, so kann z.B. der Archäologe mit ein wenig Glück über die neueren Medien der Kommunikationstechnik auch auf historische Fundstücke zurückgreifen (in Kopie, Druck wie auch immer). Andererseits dienen auch Nachrichtensendungen immer der Intention des Verlegers, auch wenn das in Deutschland im Vergleich recht gut aussieht sind doch einige Sachen stark beeinflusst und daher nicht objektiv genug.

3. An Demokratie glaube ich, aber verfechte ich durchaus auch die Theorie, das die Demokratie die wir bisher haben nicht ausreichend genug ist und mittlerweile kein großes Interesse bei vielen Leuten besteht was das angeht. Da wäre teils eine "gesunder Diktatur" (rein theoretischer Begriff, existiert in der Praxis nicht, daher auch nicht umsetzbar) angebracht (Der Mensch als Herdentier vlerangt oftmals indirekt nach Führung und will dabei dennoch das fadenscheinige Pseudoentscheidungsrecht behalten). Kurzum wie Churchill das angeblich gesagt haben soll: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."

4. Wir befinden uns im Großen und Ganzen durchaus in einer friedlicheren Phase, vor allem in Europa. Dennoch haben die Auswirkungen des Einsatzes "unserer Truppen" in lokalen Kriesengebieten eine Einwirkung auf das Leben "hier in Europa". Im Endeffekt aber nicht allzu stark.

5. Internationale Organisationen müsste weiter eingegrenzt werden. Im Allgemeinen bin ich der Meinung, dass: Je größer eine Organisation, desto größer der Aufwand für die Planung etc, desto höher die Ausgaben, die nicht dem eigentlichen Sinn dienen. Ergo: Je kleiner die Organisation, bzw. je weniger bürokratischer Aufwand, desto gewinnbringender für die Idee kann es sein.

6. Umweltschutz ist m.E. sehr wichtig, jedoch sollte immer dabei bedacht werden, das viele "Umweltschützer" Phrasendrescher sind und tabula rasa machen wollen und dadurch als "Spinner" abgetan werden und der Sache nicht dienlich sind. Man kann nichts mit dem Vorschlaghammer erzielen, Umweltschutz muss durch ein Umdenken in der Gesamtbevölkerung, erfolgen und dies muss FREIWILLIG geschehen. Viele militante Umweltschützer sehen das nicht ein.

7. Chemtrails: Keine Ahnung, keine Meinung dazu, wegen fehlendem Fachwissen.

8. Pharmaindustrie dient dem Profit. Viele Medis die verschrieben oder auf den Markt gebracht werden sidn unnütz. Medizinische Forschung ist gut und schön, jedoch bringt das keinem was, wenn die Ergebnisse und Erkenntnisse nur den wohlhabenderen Menschen zur Verfügung stehen. Siehe hierzu AIDS-Medikamente, deren PAtente durch die Pharmas nicht an die afrikanischen Staaten zur freien Nutzung freigegeben worden sind. Unsere Schulmedizin neigt überdem dazu eher nur die Symptome statt der Ursachen bekämpfen zu wollen, m.E. der falsche Ansatz.

9. Freiheit ist wichtig. Abhängigkeit der Menschen von Geld nimmt auf der einen Seite zu (bei den Leuten, die keine Alternativen kennen), dafür aber bei Individualisten ab. Reisefreiheit sieht ganz gut für uns Deutsche aus. Abhängigkeit vieler von den Medien, insbesondere Internet, Handy nimmt m.E. zu und entwickelt sich in eine negative Richtung. Schon alleine, weil einige Sachen nur noch über Facebook laufen und Leute ohne diese Sachen außen vor bleiben oder ins Abseits rutschen.

10. Einzelne können, je nach Leistungsmöglichkeiten und -willen, eine Menge erreichen. Dennoch ists bei vielen Projekten besser in einer gut organisierten Gruppe vorzugehen, schon alleine wegen Arbeitsentlastung und besserer Wirksamkeit.


Freitag 28. August 2009, 16:29
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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Weltanschauung?
BeitragVerfasst: Samstag 26. Oktober 2013, 20:55 
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adinaines hat geschrieben:
Wer denkt, dass wir in Friedenszeiten leben (von regionalen Konfliktherden mal abgesehen) und wer denkt, dass die komplette Welt im Krieg ist (der auf ganz anderen Ebenen abläuft)?


Es gibt da ein tolles Zitat von einem Milliardär (weiß nicht mehr von wem genau), in dem es heißt, dass der wahre "Weltkrieg" dieses Jahrhunderts nicht von Staaten geführt wird. Sondern es sei der Krieg arm gegen reich. Ich sehe das ähnlich. Die Reichen scheinen zu gewinnen.

Ansonsten basiert meine Weltanschauung auf der Anbetung von Igor Strawinski.


Montag 16. Oktober 2006, 00:27
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