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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Dienstag 19. November 2013, 14:44 
Ok dann hab ich dich falsch verstanden ... ich würde auch keinem dazu raten selbständig zu sein - ich mach das ganze jetzt in der 5. Generation und bin quasi damit aufgewachsen - aber es gibt kleine Fehler die einem dermaßen das Genick auf Lebenszeit brechen können und ich seh auch immer wieder mit was für einer Naivität manche daran gehen ... gestern war ich z.B. erst auf einer Messe und hab nebenbei immer mal ein paar Gespräche von Händlern mit Großhändlern mitangehört, bei welchen ich einfach nur noch die Hände überm Kopf zusammengeschlagen habe


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Dienstag 19. November 2013, 16:37 
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Siehe Finanzierungsplan, "Freihteisvorteile", etc. Die Leute die ich kenne arbeiten fast Tag und NAcht und selbst dann wenn sie Familie haben, weil eben genau bekannt ist, das der kleinste Fehler böse Auswirkungen haben kann.


Freitag 28. August 2009, 16:29
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Mittwoch 20. November 2013, 17:23 
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Zitat:
Ach jetzt wird die unterste Beschimpfungsschblade aufgemacht?

In dem Fall wollte ich ausdrücken, dass jedermann einfach zum Amt latschen kann und sich einen Gewerbeschein holen kann. Nur in wenigen Ausnahmefällen wird eine Fachkundeprüfung verlangt. Wie Du selber berichtest, ist der Schritt in die Selbstständigkeit manchmal ein suizidaler Akt. Viele "Unternehmen" gehen insolvent, die Gründer werden anschließend nicht selten finanziell von ihrer privaten (!) Krankenversicherung aufgefressen.

Zitat:
und was genau tragen deine "Gegenargumente" zu den Punkten bei, dass von dem Geld kaum was bei den Arbeitnehmern ankommt, sondern der Staat noch mehr kriegt als er ohnhin schon kriegt?

Meine Punkte besagten, dass bei den Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich durchaus mehr ankommt, eben wegen des Freibetrags (keine Einkommenssteuer) und der proportionalen KV-Beiträge (Anteil bleibt gleich).

Zitat:
Kleiner /Kleines, bau die erstmal was auf, dann reden wir weiter ...

Manchmal erscheint es sinnvoller, ein Angestelltenverhältnis anzustreben, als sich selbstständig mit unrentablen Geschäftsideen über Wasser zu halten. Das hat in meinen Augen auch nichts mehr mit "Freiheitsgefühlen" oder Ähnlichem zu tun. Wenn es aber glücklich macht, warum nicht. Ich will niemandem die Laune verderben. Wenn aber Geschäftsmodelle auf Dumpinglöhnen, Subventionen oder Existenzgründerzuschüssen basieren, um die Einkommen des "Unternehmers" zu sichern, kann ich das nicht gutheißen. Unternehmern mit guten, profitablen Geschäftsideen gönne ich auch gerne eine hohe Rendite.

Zitat:
Wenn ihr irgendwann in eurem Leben noch einmal selbständig seid, dann werdet ihr realisieren, dass ihr kaum für euch, sondern fast nur für den Staat arbeitet.

Wenn ich mir die Einkommen klassischer akademischer Freiberufler ansehe, kann ich Dir da nicht recht zustimmen. Das Schimpfen auf den Staat ist manchmal berechtigt, im Fall der Besteuerung kann ich Dir da aber nicht zustimmen.

Zitat:
Ein Buchhalter rechnet beim Einzehlhandel in etwa so (mit konkreten Zahlen und nicht mit den Fanatsiewerten eines Existenzgründungskonzeptes oder des BWL Studiums), dass wenn man alleine steht man eine Rendite von ca. 10% (also Sprich von 10 Euro kann man einen behalten, der unterliegt dann aber noch der Mwtst. wenn man etwas kauft - also bleiben einem ca. 80 cent - hinzu kommen noch sehr hohe Beiträge für Krankenversicherung usw.) hat - sobald man eine Verkäuferin hat, sinkt die Rendite auf ca. 2 bis 5% - und dann muss es auch noch eine Verkäuferin sein, die gute Umsätze generiert (was sehr selten ist). Ist es da nicht verständlich, wenn man sich gegen jede Form der Zusatzbesteuerung wehrt (was der Minbdestlohn effektiv ist)?

Ich kann Deinem Beispiel nicht folgen. Rendite ist ein sehr weiter Begriff, ich schätze Du meinst die Umsatzrentabilität. Die Aussage wäre dann viel zu pauschal. Beispiel: Wie ein Frisör in Marktnähe kannst Du Dir aufgrund der hohen Ladenfläche Fixkosten ans Bein binden, die Du entweder über den Preis oder die Löhne wieder rausholst. Vielleicht hat der kleinere Laden um die Ecke die gleichen Preise (geringeren Umsatz), aber eine höhere Rentabilität. Daher halte ich die Aussage des Buchhalters eher für eine Milchmädchenrechnung.

Zudem: Die USt. trägt der Käufer, der UN führt sie nur ab. Du vermischst in der Argumentation Einnahmeseite mit Ausgabeseite.
Ich kann mir im Übrigen viele Konstellationen vorstellen, bei denen die Rendite durch einen Verkäufer steigt und nicht sinkt.

Zitat:


Genauso wie ich es merkwürdig finde, wenn sich Studenten zur Mittelschicht zählen, obwohl sie faktisch unter der Armutsgrenze leben, Ich finde es auch immer komisch, sich als Unternehmer partout zum "Mittelstand" zu zählen. Einen Großteil der mittelständischen Unternehmen wird ein Mindestlohn überhaupt nicht jucken, weil die Löhne ohnehin schon darüber liegen. Der "Rest" unterhalb des Mittelstands muss entweder seine Preise nach oben anpassen, Insolvenz anmelden oder innovativ sein.

Ich zitiere aus dem SPON-Text:
Zitat:
Zurückzuführen sei diese Entwicklung ausschließlich auf die Abschaffung der degressiven Abschreibung für Wirtschaftsgüter

Du kannst ja mal selber überlegen, in wie weit Dich das betrifft.
Hier kannst Du gleich mal weiterlesen: http://www.focus.de/immobilien/kaufen/t ... 49514.html

Übrigens: In zahlreichen Branchen, z.B. im Pflegebereich, gibt es einen Branchenmindestlohn. Nicht immer sind die AG daran uninteressiert, im Gegenteil. Darüber lohnt es sich nachzudenken.


Samstag 12. Juli 2008, 17:07
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Donnerstag 21. November 2013, 12:48 
1. Wieso private, die öffentlich will auch nicht wenig und meistens sogar mehr wenn man jünger ist

2. Du gehst in keiner Weise darauf ein, dass der Lohnzuschuss von den Auftsockern effektiv vollständig oder fast vollständig gefressen wird - und bei vielen Niedriglohnempfängern handelt es sich um Auftsocker. Was ist das anderes als Erhöhte Finanzierung der Sozialsysteme über die Arbeitgeber? .... aber gut ich wiederhole mich. Die anderen wesentlichen Punkte wie höhere Arbeitslosigkeit und dadurch weniger Kaufkraft und und Erhöhung der Preise durch steigende Kosten bleiben darüpber hinaus ja bestehen... dies Probleme wären nur zu umgehen durch eine niedrigere Mwtst. oder einen höheren Eigenbehalt der Aufstocker

3. Ich meinte nicht unbedingst das Selbständig sein, ich meinte es allgemein. Es ist immer leicht an der Realität rumzukritiseren, wenn man ihr noch nciht voll ausgesetzt ist. Und die anderen Punkte - klemm dir die Unterstellungen.

4. Wie kommst du denn auf Freiberufler? ... Aber gut auch da kann ich ein wenig mitreden - sobald du die Freigrenze übersteigst gehts auch ordentlich ans geld und du hast nachwievor die Krankenkasse, aber es ist natürlich lange nicht so doll wie bei Einzelhändlern. Aber ich kann mich noch immer gut an die Diksusionen erinnern, warum man denn einen Stundensatz von 50 Euro hätte (dass da jeweils 6 Stunden Vor und 6 Stunden Nachbereitung, teilweise weite Anfahrten, Materialrecherche, Bücherkäufe, Benzinkosten, Steuern und Krankenversicherung noch mit drin sind wird nicht realsiert)

5. Klar meine ich einen Durchschnittswert - der aber sehr häufig bei tragfähigen Geschäftsmodellen im Einzelhandel auftaucht (die Zahlen kommen von meinem Buchhalter, der jetzt seit 40 Jahren im Geschäft ist und hpt. Einzelhändler als Klienten hat).

Aber die ganze Diskussion hier hat sich wahrscheinlich sowieso bald gegessen ... http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/s ... -1.1818536


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Donnerstag 21. November 2013, 18:36 
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Und, hast du dir schon ausgesucht, was du nach der Insolvenz machen wirst?


Samstag 20. November 2010, 17:53
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Donnerstag 21. November 2013, 23:46 
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*popcorn hinstell*


Dienstag 5. Dezember 2006, 10:50
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Freitag 22. November 2013, 00:27 
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*popcorn und Bier neben kaylon hinstell, der saal füllt sich*


Freitag 28. August 2009, 16:29
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Samstag 31. Mai 2014, 17:53 
Tja Societät - schade das ich recht behalte:

Lohnsteigerung wird durch steigende Preise aufgefressen - die erste kündigen es schon an: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mindestlohn-fuehrt-bei-friseurkette-klier-zu-preiserhoehungen-a-972678.html


Zuletzt geändert von Tach am Dienstag 3. Juni 2014, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Juni 2014, 10:12 
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Tach hat geschrieben:
Tja Societät - schade das ich recht behalte:

Lohnsteigerung wird durch steigende Preise aufgefressen - die erste kündigen es schon an: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mindestlohn-fuehrt-bei-friseurkette-klier-zu-preiserhoehungen-a-972678.html

Und ach ja - bei uns ist es auch definitiv - wir kündigen 2 Verkäuferinnen ...


Wunderbar, der Trick mit den Pressemeldungen über DPA scheint weiter zu funktionieren.
Wieso aber schade? Gut für die Friseurinnen und Friseure, dass die Konkurrenz nicht mehr auf ihrem Rücken ausgetragen wird.

Wenn Du Deinen Mitarbeitern keinen Mindestlohn zahlen kannst, tut es mir weniger leid um Deine Mitarbeiter als um Dein miserables kaufmännisches Verständnis. Die nächste Generation sucht sich ohnehin bessere Branchen aus.

Deine Unprofessionalität zeigt sich im Übrigen in Deiner hiesigen Ankündigung MA zu kündigen, jeder normal denkende AG würde das nicht in einem öffentlichen Forum kommunizieren.

Eine kleine Anmerkung: Das Friseurhandwerk hat bereits seit 2013 einen allgemeinverbindlichen TV, der Mindestentgelte in der Branche festlegt. Zu einem TV gehören immer zwei Vertragspartner. Nachdenken statt nachplappern ist angesagt.


Samstag 12. Juli 2008, 17:07
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Sonntag 1. Juni 2014, 17:55 
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Samstag 17. Februar 2007, 16:44
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Dienstag 3. Juni 2014, 19:22 
MSC: Dass ist ja schon reflexhaft wie da von dir die "Wir bäschen jetzt die Pösen Kapitalisten" Keule rausgeholt wird bzw. ein schlechtes Wirtschaften unterstellt wird. Aber wir werden sehen was zum Jahreswechsel passiert - dann holen wir beide noch mal den Trhead nach oben und schaun mal ...


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Juni 2014, 00:01 
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Tach hat geschrieben:
MSC: Dass ist ja schon reflexhaft wie da von dir die "Wir bäschen jetzt die Pösen Kapitalisten" Keule rausgeholt wird bzw. ein schlechtes Wirtschaften unterstellt wird. Aber wir werden sehen was zum Jahreswechsel passiert - dann holen wir beide noch mal den Trhead nach oben und schaun mal ...


Ich kann Deine Betroffenheit verstehen, insbesondere die Ankündigung von Entlassungen in diesem Forum wäre mir auch peinlich.

Die Diskussion fand ich bisher eigentlich ganz unterhaltsam. Nicht gut finde ich es jedoch, einfach mal was in den Raum zu werfen (z.B. die DPA-Meldung zu einer Friseurkette) und als Argument für eigene Meinungen zu verwenden. Allerdings finde ich es sehr sympathisch, dass Du die Kette Klier - mit immerhin 889 Geschäften in Deutschland und etwa einer halben Million Euro Gesamtbezügen für die GF (jeweils in 2012) - in Schutz nimmst. Ich denke, die Marktmacht wird sich nicht gänzlich mit der deinigen decken.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ("Pösen Kapitalisten") hat sich übrigens heute mit der AN-Seite darauf geeinigt, politisch auf steigende Mindestlöhne hinzuwirken. Ich vermute, dort erkennt man die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge.


Samstag 12. Juli 2008, 17:07
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