Zeitzone: Europa/Berlin [ Sommerzeit ]

Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 102 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Nächste
Autor Nachricht
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Freitag 25. Oktober 2013, 14:50 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 176
Das bestreitet auch keiner. Du hast ja vollkommen Recht, nur die Frage der Umsetzung bleibt ungeklärt: Wenn also Mindestlöhne existieren, was passiert dann mit klein und Mittelunternehmen oder gar der Tourismusindustrie. es ist eine sehr verzwickte Angelegenheit, dennoch hoffe ich das Mindestlöhne bald auftauchen werden. Ansonsten haben wir keine Chance mehr.

MFG


Donnerstag 13. Dezember 2012, 19:38
 Profil  
Lesezeichen hinzufügen    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Freitag 25. Oktober 2013, 22:19 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 107
Was den akademischen, geisteswissenschaftlichen Bereich angeht, hab ihc mich jetzt einfach mal dazu entschloßen doch aus dem Nähkästchen zu plaudern:


Studiere LA Geschichte und Geographie.
Hab vor zwei Jahren in einem Landesmuseum angefangen mit einem Praktikum, daraus hat sich mittlerweile eine gute Einnahmequelle generiert und ich hab bereits vor Studienende ein sehr gutes überdurchschnittliches Gehaltsangebot bekommen. Da ich eh nicht damit rechne sofort einen Referendariatsplatz zu ergattern (die Wartezeiten liegen ja mittlerweile zwischen 1-3 Jahren), nutze ich die Möglichkeit im Museum zu arbeiten. Geld ist Geld und das brauch ich für meine Reisewünsche nunmal. Während des Praktikums hatte ich die Aufgabe ein paar Projekte theoretisch zu entwerfen. Zwei von denen wurden mittlerweile umgesetzt, waren eher kleinere Sachen. Eines jedoch zieht mittlerweile größere und internationale Kreise und steht vor der endgültigen Umsetzung. Im Moment befindet es sich in der anfänglichen Durchführung (also Personalsuche, Antragsstellung für zweistellige Millionenförderung bei der EU im kommenden Jahr mit einem 120 Seiten Pamphlet warum das denn nun gefördert werden muss). Hierzu soll u.a. mit Umberto Eco, Paulo Cohelo und dem Vatikan zusammen gearbeitet werden. Wie es der Zufall wollte, hatte ich damals beim Praktikum die richtigen Personen zur Vorabfrage angemailt/angerufen und daraus hat sich für mich nun ein gut ausgebautes Netz an Vitamin B Stellen und Partner ergeben. Somit hab ich vermutlich nach dem Studiumabschluss im Dezember Glück gehabt und bin versorgt was Arbeit angeht, denn das Großprojekt wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen und auch eine Promotionsmöglichkeit abwerfen.

Im Zuge des Projektes hab ich auch eine gewisse Entscheidungsgewalt was Personalfragen angeht bekommen: eine beratende Funktion für denjenigen, der Leute dafür einstellt. Und jetzt kommen wir zum Punkt, den du Holla beanstandest, einem Punkt den ich nur unterstreichen kann:

Vieles geht nur über Vitamin B, da werden teilweise Stellen offiziel ausgeschrieben die schon längst besetzt sind. Da kommen dann aber auch Absolventen von Unis, die nichts können (die Interessenten absolvieren meist ein 2 Wöchiges Praktikum im Museum um zu schauen, ob man mit denen zusammen arbeiten kann) und einen ellenlangen, schön aussehenden, Lebenslauf haben. Da kommen dann aber auch Absolventen, die einem ins Gesicht sagen, hier erfolgt jetzt ein Gedächtniszitat: "Über Gehalt brauchen wir uns nicht unterhalten, meine Eltern unterstützen mich weiterhin finanziell und ich bin auf Geld nicht angewiesen, ich möchte lediglich was zu tun haben, damit meine Eltern nicht nerven.". Über die Qualität der Arbeit dieser Menschen sei jetzt mal nichts gesagt. Teilweise haben wir aber auch Bewerber gehabt, die wirklich abstruse MA Abschlüsse hatten oder aber total überzogene Gehaltsvorstellungen von 3500€ aufwärts hatten.

Zu den Finanzmitteln der besagten Landesbehörde sei folgendes gesagt:
Es soll alles so preiswert wie möglich gemacht werden, da die Gelder immer weiter von der Politik gekürzt werden. Teilweise ist aber auch ein total ineffizientes Arbeitsverhalten von einigen Mitarbeitern an den Tag gelgt worden, die wären in der freien Wirtschaft schon gefeuert worden. Die Geldprobleme haben sich auhc auf verschiedene andere Projekte ausgewirkt: So wurden z.B. mehrere Ausstellungsprojekte immer wieder nach hinten geschoben, weil keine Gelder mehr da waren oder die Fristen für Drittmittelförderanträge bei der EU abgelaufen waren. Selbst mein Projekt wäre fast nichts geworden, weil auf einmal die Gelder gestrichen worden sind. Zwei Kollegen von mir sind deswegen direkt nach Vertragsablauf (obwohl halt Versprechungen gemacht wurden, diese doch anders noch unterzubringen) auf die Straße gesetzt wegen Geldmangel. Ich hab dann mit einem Bekannten, der auf die Beschaffung von EU-Fördermittel spezialisiert ist, doch noch das Projekt realisieren können. War aber auch eine Heidenarbeit und für das Geld das ich bekomme eigentlich schon zu viel des Guten. Ist aber mein Projekt und der Vertrag ab kommenden Januar ist schon unterzeichnet, somit war das Vorarbeit.
Das Problem gerade bei den Geisteswissenschaftlichen Sachen wie Museen und andere Kultureinrichtungen in Ostdeutschland ist, dass die meisten denken "Schlimmer wirds nicht mehr". Mein Tipp: Erst mal abwarten was nach dem Wegfall der Aufbauhilfe Ost abgeht, das wird vermutlich einen heftigen Einbruch im Kulturbereich geben, da die meisten Institutionen noch nicht die Glocke haben läuten hören und sich nicht um eine alternative Finanzierung bemüht haben.


Mein Tipp:
Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen und bewerben und hoffen.

Holla, darf ich erfahren was du studiert hast? Evtl. kann ich mich ja mal für dich umhören und weitervermitteln falls ich jemanden aus deinem Bereich kenne.


Freitag 28. August 2009, 16:29
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Freitag 25. Oktober 2013, 23:17 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 31
Ich bin auch für Mindestlohn. Ich halte die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns sogar für sehr dringend (--> eine politische Aufgabe... ;-).
Ich halte es nicht für "romantisch" ins Ausland zu gehen, sondern sehe es zunehmend als Normalfall, zumindest zeitweilig im Ausland zu sein.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Praktika. Ich halte sie für Schüler und Studienanfänger sogar für sehr hilfreich. Aber für Graduierte ist das keine Option.
Ich halte Akademiker auch nicht für arrogant. Studenten investieren in ihre Bildung, investieren Geld, Zeit und nehmen einen späteren Berufseinstieg in Kauf. Dafür angemessene (nicht überzogene) Gehaltsvorstellungen zu haben, finde ich legitim.
Und letztlich: Wie das Beispiel von wasabi (übrigens danke dafür!) zeigt, lohnt es sich wirklich, persönliche Kontakte zu knüpfen. (Es hilft auch dabei zu wissen, dass viele offene Stellen nicht unbedingt öffentlich ausgeschrieben werden, sondern aus einem Pool von bereits bestehenden Kontakten besetzt werden.)

Achso: kann mich bitte noch jemand einweihen, was mit "Vitamin B" gemeint ist?


Donnerstag 30. Juli 2009, 23:20
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Samstag 26. Oktober 2013, 00:56 
Student(in)
Benutzeravatar

Rang: Student(in)
Beiträge: 91
Wohnort: Greifswald
Vitamin B = Vitamin "Beziehung"

_________________
Ob es zum *pieeep* kommt, obliegt ihr. Doch die große Gummisuche ist der totale Abturner. Also spiel den Fesselkünstler & verpack deinen Freund so schnell, wie es nur Superman könnte & so stilvoll wie James Bond...


Samstag 17. Februar 2007, 16:44
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Samstag 26. Oktober 2013, 01:15 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 107
Adinaines:
Vitamin-B wie BEZIEHUNG :)

Was Praktika angeht finde ich, dass auch Absolventen durchaus Praktika machen sollten, vor allem, wenn sie in Bereiche einsteigen wollen, von denen sie nicht viel Ahnung haben oder in Bereichen, in denen sie nicht ausgebildet wurden. Wir haben bei uns im Museum mehrere Kunsthistoriker und Archäologen gehabt, die einen artverwandten Bereich abdecken sollten und keine Ahnung hatten und dafür schon dickes Geld haben wollten. Man kann durchaus über ein Kurzpraktikum (daher bei uns 2 Wochen) schauen, ob der zukünftige Angestellte auch fähig ist wissenschaftlich zu arbeiten, denn das ist trotz akademischen Abschluß nicht immer gegeben.
Hab schon Arbeiten Korrektur gelesen von Leuten, die eine 1,0 - 1,9 im Magister/Diplom/MA hatten und für 6 Monate Arbeit mit einem monatlichen Gehalt von 1,700 Netto totale Gülle abgegeben haben, die nicht mit wissenschaftlichem Anspruch behaftet war. Das Härteste war dabei, dass dann natürlich die Übergeordneten daran schuld gewesen sein sollen, weil es ja keine klaren Anweisungen gab. Die Anweisungen waren klar: Da so und so sieht ne Machbarkeitsstudie aus, wissenschaftlicher Standard soll berücksichtigt werden, archäologische Quellen und Fundtabellen bitte ausführlich mit einarbeiten, MACHEN, hast 6 Monate Zeit dafür.
Das Ergebnis war dann in dem Fall eine 40 seitige Arbeit, mit jeweils halbseitigen Kapitelerklärungen und ein paar zusammen gesuchten Bildern von Repliken. Für eine Ausstellung, in der Originale gezeigt werden sollen. Gab keine Quellenangaben im Text nur eine Literaturliste am Ende. Dem Kollegen hat man dann nochmal gesagt "Das das das und das umändern und zwar so: siehe da", zweite Version war nicht viel besser. Hab mir den dann bei Seite genommen und noch mal deutlich gemacht was unser Chef von ihm wollte, kann ja sein das er was misverstanden hatte, dritte Version war dann wieder ein Witz, nur ein paar Seiten länger. Die dazugehörige Kollegin (zwei Leute für die Machbarkeitsstudie) ist mittlerweile 2 Monate im Verzug. Unserer Finanzer hat leider ihr Geld schon bezahlt (sie war Honorarkraft, bzw. Selbstständig mit Rechnung). Wir haben vorher noch nie ein Zwischenergebnis gesehen. Was ich als "Student zwischen Chef und Kollegen" mitbekommen hab von ihrer Arbeit war unter aller Sau, vor allem für ein Auftragshonorar von 14000€ für 6 Monate. Das ist teilweise (was ich so von anderen Landesinstitutionen im Kulturbereich mitbekommen habe) Normalität geworden. Extrovertierte, selbstdarstellerische möchtegern Akademiker die ein heiden Geld in den Hintern geschoben bekommen. Wenn man dann als LA Student daneben steht und kritisch fragt hieß es von besagten Kollegen dann auch nur "Du bist doch nur ein popliger Student/Lehrer".
Was ich in dem Museum an guten Kontakten geschlossen habe, hab ich auch in negativer Form zu Hauf gefunden: Leute mit einem akademischen Abschluss, die nicht viel können aber eine große Klappe riskieren und sich in Angelegenheiten und Arbeitsbereiche einmischen, von denen sie null Ahnung haben. Ein externer Archäologe bei uns mit Dr.-Titel hat sich jetzt in die Museumspädagogik einmischen wollen, ist mein Metier wegen LA Studium. Bei einer Besprechung zu nem Pädagogikprojekt (wo auch seine Frau involviert war als Grafikerin für Flyer etc.) wurde ich dann mitten im Gespräch unterbrochen von den Beiden und 1. so laut angeschrien, dass die Leute 1 Stockwerk unter uns das noch gehört haben und 2. aufs übelste beleidigt und runtergeputzt. Hab das ruhig hingenommen und beim ersten Anzeichen von "jetzt holen se Luft" gefragt ob sie fertig sind und ob sie wissen wo die Tür ist.
Es gibt viele Leute, auch gerade in den Geisteswissenschaften, die selbstdarstellerisch und egozentrisch bis zum Ende sind ohne eine Berechtigung dafür vorweisen zu können. Schöner Begriff den ich letztens bei einem Samstagbrunchtisch vom Weinhändler/Wirt/Ladenbesitzer gehört habe "Pseudointelektuelle". Akademiker ohne Sinn und verstand gibts auch nicht wenig wie ich bei dem Brunch feststellen durfte. Da waren dann Literaturwissenschaftler, die noch nie was von Paulo Cohelo, Haruki Murakami etc gehört haben :)


Freitag 28. August 2009, 16:29
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 28. Oktober 2013, 20:13 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 176
Hi wasabi,

Das ist ja der Skandal, ich hab bei mir Masterstudiengang Hausarbeiten gesehen, wo ich nur dachte was????. Zitation Fehlanzeige... . Oder richtig mies Zitiert. Eininge Prässentationen waren so grottig, dass ich am liebsten rausgegangen wäre. Anstandshalber habe ich es gelassen. Das Problem wenn du anfängst die Leute zu kritisieren bist du der Arsch mit Ohren. Viele können nicht differenzieren zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik. Dabei ist das kritisieren gar nicht mal so schwer wenn man sich das Sandwich System aneignet. Erst Loben (was war gut) Kritisieren (was war schlecht) und dann nochmal Loben (Lösungsweg vorschlagen). Ich denke das ist ein Problem bei den Unis. Ganz krass finde ich bei Präsentationen keine Quellen anzuhängen. Ist aber auch bei Dr. oder unis nicht unüblich. Es ist traurig. Wissenschaft gleich Wissenschaft? Mitnichten. Ich habe vorher an der Uni trier studiert und der uni muss ich in diesem Punkt echt loben, Denn gerade bei Quellen waren sie scharf wie Schiesshunde.

Zum Thema Praktika, ich finde es schon wichtig das man solche Erfahrungen macht
1) Es ist immer ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis
2) Um ein guter Chef zu werden, braucht man Qualifikationen und mann muss alle Bereiche kennen. Auch wenn sich das komisch anhört, ich war ganz unten in der Hierarchie, aber ich war auch schon mal Junior Manager. das hat mir sehr geholfen. Denn Führungsqualitäten kann man auch erlernen (Ich glaube jetzt werde ich von einigen gesteinigt, aber das nehme ich gerne in Kauf).

Auslandaufenthalt: Sicherlich ist es nicht schlecht aber es fördert zwangsläufig die Soziale Ungleicheit. Nicht kann sich das finanziell erlauben, ins Auslan zu gehen. Dies dann vorrauszusetzen oder gar als Qualifikationsmerkmal zu sehen, finde ich nicht so gut. Ja toll dann haben Mama und papa mal den Ausland finanziert aber man kann auch andere Qualifikationen erlangen die genauso wichtig sind. Alles am Ausland festzuhalten finde ich ungünstig. Und so auch nicht richtig. Aber es spiegelt lediglich meine Meinung wieder.

Schönen Abend noch
Shumba


Donnerstag 13. Dezember 2012, 19:38
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 28. Oktober 2013, 21:40 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 31
Führungsqualitäten kann man definitiv erlernen. Im Idealfall kommen Sozialkompetenz und fachliche Kompetenz zusammen in einer Führungsperson. Beides ist erlernbar, wenngleich die Voraussetzungen dafür nicht bei allen gleich sind.
Auslandsaufenthalte sind keine Anforderung, aber tatsächlich sehr wertvoll. Ich glaube nicht, dass es eine Erfahrung gibt, die mehr persönlichkeitsbildend ist, als eine Weile über den Tellerrand zu schauen, sich in anderen Gesellschaften zurechtzufinden, Distanz zur eigenen Umgebung zu bekommen, Vergleichsmöglichkeiten zu haben und Kontakte zu knüpfen. Von offensichtlichen Vorteilen wie Sprachkenntnissen usw. mal ganz abgesehen. Ich stimme überhaupt nicht zu, dass Auslandsaufenthalte die soziale Ungleichheit fördern, ganz im Gegenteil. Wir sprechen hier nicht über Urlaub, sondern über Leben und Lernen im Ausland, wozu Arbeiten m.E. zwingend dazugehört. Es gibt genug Programme und Initiativen, denen man sich anschließen kann, so dass ein Auslandsaufenthalt nicht teurer sein muss, als hätte man die gleiche Zeit im Heimatland verbracht. Es hat überhaupt nichts damit zu tun, sich irgendwas von Mama und Papa finanzieren zu lassen, denn das hätte auch den Sinn der ganzen Erfahrung (nämlich alleine klarzukommen und aus dem gewöhnlichen Umfeld mal auszusteigen) zunichte gemacht. Die allermeisten, die diese Erfahrung gemacht haben, sprechend von ihrer Auslandszeit nicht nur als eine der besten ihres Lebens sondern gleichzeitig als die Zeit, die am meisten Reife, Reflektion, Einsichten und Kontakte mit sich gebracht hat.


Donnerstag 30. Juli 2009, 23:20
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 11:02 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 176
Ich habe zweimal für eine lange Zeit im Ausland gelebt und habe mich mit den Programmen auseinander gesetzt. Selbst Praktika Stellen im Ausland sind extrem teuer bitte vergleiche hier die Tierschutz Organisation Okonjima in Namibia. Zudem musst du bei jeder organisation in Vorleistung gehen nenne mir eine wo das nicht der Fall ist und ich werde meine Aussage revidieren. ERASMUS Beispielsweise stellt dir nämlich keine Bude je nachdem wo du dich auf der welt befindest sind die Preise deutlich höher als in eutschland. Bedenke wenn du nach asien, Afrika oder Amerika (Nord + Süd!) dann hast du die Kosten für den Flug, Impfungen Auslandskrankenversicherung und Visa Kosten. In Europa mag das aufgrund der EU kein Problem darstellen, aber wenn man wirklich raus will wird es sehr schnell sehr teuer. Es mag zwar Auslands BaFög geben, aber ich habe es Beispielsweise nicht bekommen. Wie auch immer ein Auslandaufenthalt ist teuer.

Ich spreche durchaus aus Erfahrung:
- 2,5 Jahre Lesotho
- 6 Monate Namibia

MFG


Donnerstag 13. Dezember 2012, 19:38
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 11. November 2013, 14:09 
So dann will ich auch mal ausm Nähkästchen plaudern - um den Ausdruck aufzugreifen - für uns bedeutet die Einführung des Mindestlohns, dass wir die Hälfte alle Filialen zumachen werden und nur noch die sehr rentablen weiter betreiben (wir bezahlen derzeit zwischen 6.50 bis 7,50) - dass heisst dann dass dann ganze Menge Arbeitsplätze wegfallen. 8,50 ist leider für diese Region in Deutschland zu hoch gegriffen. Es ist immer einfach wie du wasabi sich über niedrige Löhne aufzuregen, wenn man selber direkt oder indirekt vom Staat bezahlt wird. Aber wenn man in der Realität susserhalb des Elfenbeinturms überleben will, dann ist es doch eher unrealistisch.

Übrigens passen zum Thema: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/11/11/der-850-euro-irrsinn_6750


  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 11. November 2013, 17:05 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 72
Tach hat geschrieben:
So dann will ich auch mal ausm Nähkästchen plaudern - um den Ausdruck aufzugreifen - für uns bedeutet die Einführung des Mindestlohns, dass wir die Hälfte alle Filialen zumachen werden und nur noch die sehr rentablen weiter betreiben (wir bezahlen derzeit zwischen 6.50 bis 7,50) - dass heisst dann dass dann ganze Menge Arbeitsplätze wegfallen. 8,50 ist leider für diese Region in Deutschland zu hoch gegriffen. Es ist immer einfach wie du wasabi sich über niedrige Löhne aufzuregen, wenn man selber direkt oder indirekt vom Staat bezahlt wird. Aber wenn man in der Realität susserhalb des Elfenbeinturms überleben will, dann ist es doch eher unrealistisch.

Übrigens passen zum Thema: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/11/11/der-850-euro-irrsinn_6750


darf ich mal fragen, was das fuer filialen sind?
klar kann man da super neoliberal argumentieren, aber im endeffekt heissen hoehere loehne (v.a. im niedriglohnsektor) doch nur, dass die leute mehr geld haben, das sie ausgeben. und davon profitiert dann auch die wirtschaft wieder.


Freitag 30. September 2011, 09:31
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 11. November 2013, 19:00 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 25
Ich misch mich nu doch auch ma ein :)

Wasabi 3500 sind doch nicht soo viel. Ich meine müsst ihr nicht eh nach Tarif bezahlen? Da liegt das doch in etwa drauf.

Die Sache mit dem Berufseinstieg ist nicht so einfach. Einerseits sind gute Leute rar aber andererseits hat das noch nicht Jeder verstanden. Was ich jedoch 100 prozentig bestätigen kann ist, dass Vitamin B alles ist. Ich meine klar wenn man keine Ahnung hat hilft das auch nicht so viel. Aber wenn man kompetent ist UND Leute kennt ist man fein raus. Das ändert sich übrigens auch nicht wenn man denn nen Job hat.


Dienstag 5. Dezember 2006, 10:50
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 11. November 2013, 19:41 
Student(in)
Benutzeravatar

Rang: Student(in)
Beiträge: 91
Wohnort: Greifswald
tarif für master/diplom etc. absolventen im öffentlichen dienst liegt bei e13 ... und das sind ca. 3300 euro brutto... also ist 3500 schon nicht sonderlich wenig :) ich würde bei solchen gehältern im kreis springen...

aber tach: du denkst auch nur bis zur häuserwand und nicht weiter... im ersten moment denken die leute immer, dass sie stellen abbauen müssen... machen sie vielleicht auch... aber der mindestlohn erhöht auch die kaufkraft enorm und schwupps könnt ihr euch die angestellten auch zu einem adäquaten gehalt leisten... :)

_________________
Ob es zum *pieeep* kommt, obliegt ihr. Doch die große Gummisuche ist der totale Abturner. Also spiel den Fesselkünstler & verpack deinen Freund so schnell, wie es nur Superman könnte & so stilvoll wie James Bond...


Samstag 17. Februar 2007, 16:44
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Montag 11. November 2013, 19:49 
Student(in)

Rang: Student(in)
Beiträge: 25
Zu der Vorhersage des Effektes vom Mindestlohn bietet sich vielleicht folgender Comic an:

http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=3117


Dienstag 5. Dezember 2006, 10:50
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Mittwoch 13. November 2013, 17:11 
Nein, der Effekt der Kaufkrafterhöhung ist marginal - und dass aus mehreren Gründen:

1. Aufstocker - viele derjenigen die im Niederiglohnsektor arbeiten sind Aufstocker - d.h. deren Lohnzuschuss wird ganz gefressen
2. Lohnsteuer und Krankenversicherung - gerade die Krankenversicheurngskosten steigen und damit bleibt wieder weniger netto vom brutto
3. Preissteigerung - als Unternehmer kann man sich das zusätzliche Geld nicht aus den Rippen schneiden (entgegen landläufiger Meinung sind die Meisten nicht die marxistisch karikierten Ausbeuterschweine, die es sich selber gutgehen lassen) - es ist also nur möglich dieses über Preissteigerungen wieder reinzuholen
4. Wie bei uns - Verlust von Arbeitsplätzen da einige Betriebe nur gerade so rentabel sind, damit höhere Gesamanzahl an Arbeitslosen und damit auch wieder weniger Kaufkraft

Die Lohnsteiegerungen werden daher kaum bei den Arbeitnehmern ankommen, sondern im Grunde handelt es sich um eine versteckte Steuererhöhung. Wenn es unter der Bedingung eingeführt wird, dass z.B. gleichzeitig der Mwtst Satz sinken würde oder der Eigenbehalt der Aufstocker größer werden würde, dann wäre es wieder plausibel. So wird es aber die ohnehin strukturschwache Region ganz erwürgen.


  
    Mit Zitat antworten  
Offline
 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Unterstützung im Haushalt gesucht
BeitragVerfasst: Mittwoch 13. November 2013, 18:21 
Student(in)
Benutzeravatar

Rang: Student(in)
Beiträge: 91
Wohnort: Greifswald
wenn es der sozialen gerechtigkeit zugute kommt, ist es ok, wenn einige arbeitsplätze wegfallen und woanders dadurch neue geschaffen werden... es gibt genug länder, bei denen der mindestlohn funktioniert... und ja, äpfel und birnen... aber wir werden es für unseren fall erst besser wissen können, wenn wir es getestet haben...

_________________
Ob es zum *pieeep* kommt, obliegt ihr. Doch die große Gummisuche ist der totale Abturner. Also spiel den Fesselkünstler & verpack deinen Freund so schnell, wie es nur Superman könnte & so stilvoll wie James Bond...


Samstag 17. Februar 2007, 16:44
 Profil  
    Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Nächste

Zeitzone: Europa/Berlin [ Sommerzeit ]

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Deutsche Übersetzung durch phpBB.de Style by mindfreak.ro Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group